9.7.2026
Wie fühlt sich Berlin an – und wie lässt sich dieses Gefühl in Musik übersetzen? „Resonance of Berlin“ lädt Menschen ein, ihr persönliches Berlin-Erleben zu teilen und macht daraus eine digitale Komposition. Über einen Chatbot konnten Teilnehmende im Vorfeld ihre Gefühle zu fünf ausgewählten Orten der Stadt beschreiben.
Diese Daten flossen gemeinsam mit typischen Stadtgeräuschen und klanglichen Fundstücken aus Berlin in ein fortlaufendes Musikstück ein, eingespielt vom Konzerthausorchester Berlin. Die Komposition reagiert auf die Eingaben der Nutzenden und verbindet so individuelle Eindrücke mit dem Klang einer ganzen Stadt – online als Bild- und Klangerlebnis abrufbar.
Konzipiert wurde das Projekt von den Künstlern Kaan Bulak und Lucas Gutierrez. Bulak ist Komponist, Pianist und Klangkünstler zwischen Istanbul, Kammermusik und Berliner Clubszene und arbeitet mit einem Ensemble, das akustische und elektronische Instrumente verbindet. Gutierrez ist argentinischer Digitalkünstler und Industriedesigner; seine audiovisuellen Performances thematisieren digitale Kultur, Remix-Ästhetik und postindustrielle Narrative und wurden bereits an zahlreichen internationalen Häusern gezeigt.
Die Berliner Agentur Birds on Mars verantwortet die Implementierung der KI und die Online-Datenerfassung. Sie ist auf Daten und künstliche Intelligenz spezialisiert und entwickelt AI Experiences, AIX Design und Intelligence Architectures, um Organisationen an der Schnittstelle von menschlicher Kreativität, maschineller Intelligenz und organisationaler Identität zu unterstützen.
„Resonance of Berlin“ ist ein Projekt des Konzerthaus Berlin, die technische Umsetzung liegt bei Birds on Mars.
Die Aventis Foundation fördert dieses Projekt im Rahmen ihres Förderbereichs „Digitale Experimente“.
Resonance of Berlin
Konzerthaus Berlin
Berlin