22.6.2026
Am 11. Juni wurde der ausverkaufte Mozartsaal der Alten Oper Frankfurt zur Bühne für ein besonderes musikalisches Familientreffen: Bei „Bühne der Vielfalt: Frankfurt lädt ein“ begegneten sich zwei Formationen, die auf unterschiedliche Weise das Erbe des Son Cubano nach Frankfurt brachten.
Die in Frankfurt beheimatete Band Nicky Márquez y Son a 3 um Sängerin Nicky Márquez verband traditionelle Son-Klänge mit spürbar frischer Spielfreude. Mit auf der Bühne stand die Pianistin Lazara „Cachao“ López, Tochter des legendären Bassisten Orlando „Cachaíto“ López, Gründungsmitglied des „Buena Vista Social Club“.
Als Gäste steuerten Ecos de Siboney ihre eigene Lesart des Son Cubano bei. Auch sie standen in direkter Nachfolge der Ikonen aus Havanna: Kern der Gruppe sind drei Enkel von Compay Segundo, der durch Wim Wenders’ Film „Buena Vista Social Club“ von 1999 weltweit bekannt wurde. Das Ensemble gilt als musikalischer Nachfolger der berühmten Altmeister und führt deren Stil zeitgenössisch weiter.
Im Mozartsaal wurde viel Spanisch gesprochen und später im Konzert wehte die kubanische Flagge auf der Bühne. Die mittel- und südamerikanische Community saß Seite an Seite mit Menschen, die seit den 1990er Jahren die Musik der Karibikinsel schätzen. Die Idee von „Bühne der Vielfalt“, die kulturelle Vielstimmigkeit der Stadt sichtbar zu machen, schien an diesem Abend voll aufgegangen zu sein.
Die Aventis Foundation fördert das Projekt im Rahmen ihres Förderbereichs „Ausgewählte Kulturprojekte“.
Bühne der Vielfalt: Frankfurt lädt ein
Zukunftshaus Alte Oper
Frankfurt am Main