30.9.2025
Im Sommer und Herbst 2025 widmete sich der „Goldene Apfel“ in mehreren Veranstaltungen jüdischer Kultur, Geschichte und Gegenwartskunst. Das Programm verband Lesungen, Musik, Führungen und digitale Experimente zu einem vielfältigen Panorama.
Den Auftakt setzte am 25. Juni die Lesung von Gerhard J. Rekel aus seiner Biografie „Lina Morgenstern. Die Geschichte einer Rebellin“. Am 3. September gestaltete der Künstler, Komponist und Musiker Elischa Kaminer einen Abend, der traditionelle und liturgische Gesänge (Zemirot) mit Fragen nach Identität, Trauer und kollektiver Erinnerung verknüpfte. Im Gespräch mit Marcus Droß, Intendant des Mousonturms, wurden künstlerische wie persönliche Perspektiven sichtbar.
Am Europäischen Tag jüdischer Kultur, dem 7. September, öffnete Katja Janitschek den „Goldenen Apfel“ für eine Führung. Daran anschließend diskutierten Eno Henze („NSYNK“) und Christian Huberts (Stiftung Digitale Spielekultur) über das Potenzial des Metaverse für Erinnerungskultur. In diesem Rahmen wurde eine Anwendung aus dem Projekt „Immersive Jewish Frankfurt“ vorgestellt, die den historischen Gewölbekeller virtuell mit der Staufenmauer verbindet und jüdisches Leben im 19. Jahrhundert erfahrbar macht.
Ein weiteres Konzert von Elischa Kaminer schloss das Programm ab und gab Einblicke in seine neue Musiktheaterproduktion.
Die Aventis Foundation fördert das Projekt im Rahmen ihres Förderbereichs „Vielfalt“.
Performance, Lesung, Diskussion, Konzert. Kulturelle Nutzung des Goldenen Apfels 2025
Jüdisches Museum Frankfurt
Frankfurt am Main