11.7.2025
Ein kleiner Rechner, große Wirkung: Im „Labor für Digitalität“ an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch entsteht Technik, die Theaterarbeit erleichtert – so wie der „VM-1“. Der kompakte Videomischer wurde speziell für den Bühnenbetrieb entwickelt. Ziel war eine zugängliche, bezahlbare Lösung für das gleichzeitige Abspielen, Mischen und Steuern von Videos und Live-Kamerabildern.
Bestehende Systeme waren oft teuer oder schwer zu bedienen. Der „VM-1“ setzt dagegen auf Offenheit und einfache Handhabung. Er basiert auf einem „Raspberry Pi“, spielt mehrere hochaufgelöste Videos auf zwei Ausgabegeräten ab und integriert Live-Kameras über eine eigens dafür entwickelte Hardware. Gesteuert wird er per PC-Tastatur oder über ein speziell entwickeltes Bedienfeld – mit bis zu 64 Videokanälen. Die Idee dahinter: ein „visuelles Instrument“, das wie ein elektronischer Sampler funktioniert.
Der „VM-1“ wird als Open-Source-Projekt weiterentwickelt. Angedacht sind Funktionen wie Shader-Effekte, Greenscreen oder Netzwerksteuerung. Künstlerinnen und Künstler sowie Entwicklerinnen und Entwickler sind eingeladen, das Projekt mitzugestalten. Die Veröffentlichung ist für Sommer 2025 auf „vm-1.com“ geplant.
Die Aventis Foundation fördert dieses Projekt im Rahmen der Förderreihe „Digitale Experimente“.
VM-1 - Open-Source Videomischer für die Theater- und Kunstszene
Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
Berlin