13.4.2026
In Frankfurt am Main treffen sich regelmäßig Menschen mit Parkinson zur Tanzstunde des Projekts „Connect“. Initiiert wurde es von Christian Rietschel, der selbst erkrankt ist, und seiner Ehefrau Gerhild Frasch. Der Kurs findet im Museum für Kommunikation statt und wird von mehreren Stiftungen unterstützt. Ziel ist es, Bewegung zu fördern und einen Raum für Austausch zu schaffen.
Zu Beginn üben die Teilnehmenden sitzend, bevor sie zu ausladenden Bewegungen übergehen. Die Tanzvermittlerinnen Miriam Karpf und Elvira Thiess leiten die Stunde. Koordination, Balance und Freude an der Bewegung stehen im Mittelpunkt. Laut Karpf sind große Bewegungen bei Parkinson wichtig, um Muskelversteifungen entgegenzuwirken. Druck spiele dagegen keine Rolle.
Auch medizinische Perspektiven fließen ein. Simon Baudrexel, Oberarzt an der Uniklinik Frankfurt, sieht regelmäßige Bewegung als wichtigen Bestandteil der Behandlung. Aerobes Training, Kraft- und Koordinationsübungen hätten nachweisbare Effekte. Tanzen könne zudem Antriebslosigkeit und depressive Symptome lindern.
Für Dorothea Kronenberg, 67, die seit drei Jahren mit der Diagnose lebt, ist das Tanzen ein wesentlicher Teil ihres Alltags. Sie beschreibt, dass gemeinsame Bewegung helfe, die Krankheit zu begreifen. Ihren Optimismus habe sie sich bewahrt.
Die Aventis Foundation fördert das Projekt im Rahmen ihres Förderbereichs „Engagement“.
Connect Frankfurt - Parkinson tanzt
Evanda e. V., Friedemann Bleicher
Frankfurt am Main