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Engagement

Miteinander fördern

© Helmut Fricke

Autor:in: Aventis Foundation

11.7.2024

Im Interview erläutert Joachim Schwind, der Vorsitzende der Aventis Foundation, weshalb die Förderung gesellschaftlich relevanter Bereiche in Frankfurt und der Rhein-Main Region für die Stiftungsarbeit von entscheidender Bedeutung ist. Dabei gibt er Einblicke, warum ihm diese Förderungen auch persönlich am Herzen liegen.

Warum sind Ihnen das Engagement in der Region und die unkomplizierte Hilfe bei besonderen Notlagen so wichtig?
„Die Aventis Foundation hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Stiftungsmittel sollen unter anderem auch etwas für die Menschen hier vor Ort bewirken. Mir ist es daher wichtig, dass die Stiftung als Akteurin in der Region wahrgenommen wird. Außerdem können wir als Stiftung aufgrund der flachen Hierarchie schnell und unkompliziert eine Entscheidung treffen. Also dort etwas tun, wo es sofort nützt. Das können Projekte im Kulturbereich sein, wo beispielsweise ein Sponsor weggebrochen ist, aber auch die Unterstützung von konkreten Projekten in besonderen Notlagen.

Die Aventis Foundation unterstützt Projekte in Bereichen wie Sport, Gesundheit, Soziales, Natur- und Tier- sowie Denkmalschutz. Welche Überlegungen beeinflussen die Auswahl der jeweiligen Förderung?
„Bei den Förderungen ist uns wichtig, dass diese einen Beitrag für das Miteinander der Menschen in der Region leisten. Dazu können die unterschiedlichen Themen wie Nachhaltigkeit, Naturschutz, Integration etc. beitragen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Förderung der Jugendarbeit eines Fußballvereins, denn Sport unterstützt unter anderem die Integration. Die Förderung eines Geschichtsvereins mit konkreten Projekten, die dann ausgestellt werden, lässt Besucherinnen und Besucher erfahren, wo die Wurzeln der Geschichte für ihre Stadt und deren Entwicklung liegen.“

Können Sie ein oder zwei konkrete Projekte des Jahres 2023 nennen, die Ihnen besonders am Herzen liegen und die die positive Wirkung Ihrer Förderung verdeutlichen?
„Zwei herausragende Projekte waren für mich die Unterstützung des Musikevents ‚Plansch XXL‘ der Eichendorffschule in Kelkheim. Die Eichendorffschule ist eine Gesamtschule mit dem Schwerpunkt Musik. Es war ein echtes Mitmach-Konzert, das die Schülerinnen und Schüler in den Vordergrund stellte. Die Organisation und Technik wurde von den Musiklehrenden und ehemaligen Schülerinnen und Schülern weitgehend ehrenamtlich organisiert. Es war eine tolle, friedliche Veranstaltung mit hunderten von Besuchern und Übertragung im Radio. Ohne unsere Unterstützung hätte die Veranstaltung so nicht stattfinden können. Für mich war es beeindruckend zu sehen, was Schülerinnen, Schüler und Lehrende gemeinsam erreichen können, wenn sie dazu befähigt werden. Dadurch, dass auch kein Eintritt erhoben wurde, gab es keine soziale Ausgrenzung. Das ist wichtig.

Außerdem haben wir zum 175. Jubiläum der Paulskirchenverfassung unter anderem die Ausstellung „Demokratie weiterdenken – Die Freiherren von Gagern – Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie“ gefördert. Eine Auszeichnung für diese Ausstellung der Stadt Kelkheim war sicherlich, dass Bundestagspräsidentin Bärbel Baas und die Landesspitzen der Politik zur Eröffnung erschienen. Der Erhalt des Grundverständnisses dafür, wie ein demokratischer Rechtsstaat funktioniert, wird immer wichtiger.“