Ensemble Modern

Modernes Musiktheater – produziert vom Ensemble Modern

Das Ensemble Modern in Frankfurt am Main feierte in den vergangenen Jahren große Erfolge mit seinen Aufführungen von zeitgenössischem Musiktheater (u.a. Luigi Nono, Heiner Goebbels). Aus dieser Erfahrung ist beim Ensemble Modern die Idee entstanden, regelmäßig Kompositionsaufträge zu vergeben und neue Werke des Hörtheaters dann selbst zu produzieren und den Festivals und Bühnen weltweit anzubieten. Als Partner des Ensemble Modern stellt die Aventis Foundation eine Anschubfinanzierung für drei Jahre (2011-2013) zur Verfügung, damit erste Eigenproduktionen realisiert werden können, deren Aufführungsrechte beim Ensemble Modern liegen. Ziel ist es, dass sich dieses Konzept nach einer Zeit selbst trägt und jährlich weitere Produktionen hinzukommen. Die Aventis Foundation unterstützt das Ensemble Modern bei diesem Projekt, weil künstlerisches Neuland betreten wird und sich das Ensemble vom Interpreten zeitgenössischer Musik zu einem Initiator und Katalysator neuer Werke entwickeln kann.

Von 1997 bis 2000 war die Aventis Foundation - zunächst noch unter dem Namen Hoechst Foundation - einer der Hauptförderer des sich formierenden Ensemble Modern Orchestra, also der symphonischen Formation.

In diese Zeit fallen faszinierende Konzerte und Tourneen, unter anderem 1998 die erste Tournee überhaupt unter der Leitung von Peter Eötvös, 1999 eine Reise durch die amerikanische Musik unter John Adams sowie 2000 eine Tour durch sechs europäische Städte unter George Benjamin, Emilio Pomarico und Yoichi Sugiyama.

Die Förderung des Ensemble Modern durch die Aventis Foundation endete damals plangemäß mit Ablauf des Jahres 2000. Aufgrund der sehr guten und erfolgreichen Zusammenarbeit wurde gemeinsam die Idee entwickelt, das in Amerika weit verbreitete, aber in Europa und speziell in Deutschland weitgehend unbekannte Fördermodell der Übernahme eines "chair" zu realisieren. Die Aventis Foundation finanziert seit 2002 einen "chair" im Orchester, übernimmt also pauschal die Kosten für einen Musiker des Ensembles. So wird symbolisch ein Sitz im Orchester gefördert. Ein Gedanke dabei ist, dass der Modellcharakter der "chair-Förderung" andere Institutionen oder Privatpersonen zur Nachahmung anregt.