Life Sciences Bridge – Aventis Foundation Postdoctoral Award

Zweite Runde für neue Forschungsideen

Life Sciences Bridge – Aventis Foundation Postdoctoral Award

Zum zweiten Mal wurden drei Nachwuchswissenschaftler mit dem hochdotierten, von der Aventis Foundation gestifteten Forschungspreis „Life Sciences Bridge Award“ ausgezeichnet:
Dr. Dominik Niopek, Dr. Stefan Pfeffer und Dr. Philipp Vollmuth erhielten den mit jeweils 100.000 Euro dotierten Aventis Foundation Postdoctoral Award. 

Ziel der Förderung ist es, Forschenden in den Lebenswissenschaften frühzeitig ein selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen und sie in der Umsetzung auch unkonventioneller Ideen zu bestärken. Die Aventis Foundation wählt die Preisträger in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen aus - in diesem Jahr mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Technischen Hochschule Darmstadt und der Universität Heidelberg.

Ausgezeichnet werden promovierte oder bereits habilitierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine akademische Karriere anstreben und noch keine unbefristete Professur innehaben. Mit diesem jährlich ausgeschriebenen Preis hat die Aventis Foundation ihre Förderaktivitäten im Bereich Wissenschaft neu strukturiert und weitgehend gebündelt.

Zukünftige Ausschreibungen und die Entwicklung der Forschungsvorhaben können über den Blog https://bridge.aventis-foundation.org weiter verfolgt werden.

Dr. Stefan Pfeffer hat in Tübingen Biochemie studiert und ist seit 2018 als Leiter einer Nachwuchsgruppe am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg tätig. Sein Forschungsgebiet ist die Aufklärung der Struktur makromolekularer Komplexe („molekularer Maschinen“) mit Hilfe der Cryo-Elektronen-Mikroskopie.

Dr. Dominik Niopek hat Molekulare Biotechnologie studiert und forscht an der Technischen Universität Darmstadt. Er arbeitet auf einem hochaktuellen Forschungsgebiet, das mit den Methoden der Optogenetik, der CRISPR-Cas-Technologie sowie der viralen Transfektion neuartige Proteine (designer proteins) mit neuen Qualitäten schaffen will.

Dr. Philipp Vollmuth hat Medizin in Innsbruck studiert und seinen Dr. med. über Diagnose und Therapie von seltenen Hirntumoren erworben. Seit 2013 arbeitet er am Universitätsklinikum Heidelberg und leitet die Sektion Computational Neuroimaging. Sein Spezialgebiet ist die Entwicklung von künstlicher Intelligenz-gestützten Methoden zur Analyse von Hirntumoren.

Bisher hat keiner der drei herausragenden jungen Wissenschaftler eine unbefristete Stelle. Die Förderung durch den Aventis Foundation Postdoctoral Award verschafft den Preisträgern mehr Unabhängigkeit, ihre Forschungsideen umzusetzen und sich damit für eine Professur zu qualifizieren. Damit soll ihnen und zukünftigen Preisträgern eine klare Zukunftsperspektive gegeben werden, um sie in der Wissenschaft zu halten.

Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Sie ist mit einem Stiftungskapital von 53 Mio. Euro ausgestattet.  

Foto der Preisverleihung am 1.10.20, von links nach rechts: Vorsitzende der Jury Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Preisträger Dr. Stefan Pfeffer, Dr. Dominik Niopek und Dr. Philipp Vollmuth, Mitglied der Jury Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger  © Uwe Dettmer.