kulturMut - Crowdfunding für Kultur Rhein-Main, Home

Solidarität mit der freien Szene

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Als Mitte Januar die Crowdfunding-Plattform „kulturMut“ mit neuen Regeln an den Start ging, hatte niemand eine Vorstellung davon, was eine Pandemie-Warnung im gesellschaftlichen Zusammenleben und im kulturellen Leben anrichtet. Der weitgehende Stillstand seit März trifft vor allem freie Künstler und Kulturinstitutionen und gefährdet deren Existenz. In der Krise zeigt sich aber auch ein hohes Maß an Solidarität, das in vielen erfolgreichen Crowdfunding-Kampagnen zum Ausdruck kommt. Dabei bewies sich „kulturMut“ als eine der Plattformen, die die Finanzierung von Kulturprojekten vor allem der freien Szene im Rhein-Main-Gebiet ermöglichte. Im ersten Halbjahr wurden durch die Entscheidung der Jury 18 Projekte in die kulturMut-Community aufgenommen und bei der Planung ihrer Kampagnen mit persönlicher Beratung durch Startnext unterstützt. Bis jetzt konnten 12 Projekte ihre Finanzierungsphase erfolgreich abschließen. Unterstützt durch die Crowd und durch ein Preisgeld von Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain in Höhe von insgesamt 39.000 Euro begannen die Starter mit der Umsetzung ihrer Vorhaben. Neben Film-, Buch- und Ausstellungprojekten sowie Musikprojekten von Bands, Chören und Singer-Songwritern sind auch Konzerte in Parkhäusern geplant, bei denen die Abstandsregeln eingehalten werden können. Und die transkulturelle Musikinitiative „Bridges“ finanzierte den Aufbau von Online-Angeboten für den Chor und die Sessions, die trotz Pandemie damit weiter für die Community sichtbar bleiben.

Ermöglicht wurde dieser schnelle Erfolg durch Weiterentwicklungen bei „kulturMut“, die seit Januar das Crowdfunding für Kulturprojekte im Rhein-Main-Gebiet noch flexibler, effektiver und spannender machen. Auf jeden Euro der Unterstützer geben Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain aus einem gemeinsamen Fördertopf 50 Cent hinzu. Das maximale Matchfunding pro Projekt ist dabei auf 5.000 € begrenzt, unabhängig von der Höhe der gesamten Fundingsumme. Die eingegangenen Beiträge der Crowd und das entsprechende Matchfunding werden zeitgleich auf dem Projektkonto sichtbar gemacht. Außerdem können sich die Starter laufend mit ihren Projekten bewerben. Die Jury entscheidet zeitnah, in der Regel innerhalb von einer Woche nach Eingang der Bewerbungen, welche Projekte in die kulturMut-Community aufgenommen werden. Zusätzlich kann dann persönliche Beratung durch Startnext in Anspruch genommen werden. Unterstützen kann man die Projekte unter www.kulturMut.de. Hier finden auch die Starter alle weiteren Informationen für ihre Bewerbung.

Teilnehmen können Kulturinstitutionen, freie Kulturschaffende, Studierende und Absolventen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet, die auf hohem professionellen Niveau arbeiten und für Projekte aus den Bereichen Musik, darstellende und bildende Kunst, Literatur oder Film um Unterstützung der Crowd werben.

„kulturMut“ steht für eine nachhaltige Förderung und Finanzierung von Kulturprojekten und für mehr Vernetzung der Kulturschaffenden im Rhein-Main-Gebiet. Die Bekanntheit der Marke und der Zuspruch sowie die Erfahrungen, die mit 130 erfolgreich finanzierten Kulturprojekten in den vergangenen sechs jährlichen Kampagnen gesammelt werden konnten, sprechen für einen weiteren Ausbau und eine Verstetigung von „kulturMut“. Die neue Struktur bietet zudem die Möglichkeit, dass weitere öffentliche oder private Träger wie Kommunen, Vereine oder Stiftungen die Initiative unterstützen. In den Metropolregionen bundesweit etablieren sich solche Modelle. In diesem Trend rückt Rhein-Main mit der neuen kulturMut-Plattform weit nach vorne.

 

Foto: Bridges-Musik-Session 2019 © Bridges – Musik verbindet, Günther Bauer