Hoechst Doktorandenstipendium

Synthese neuartiger zyklischer Peptide

Hoechst Doktorandenstipendium

Adrian Krzyzanowski wird für seine herausragenden Studienleistungen in den Bereichen Biochemie und Chemie mit dem Hoechst Doktorandenstipendium ausgezeichnet. Dieses Stipendium ist mit 46.400 Euro dotiert und wird einmal jährlich über die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) in Kooperation mit der Aventis Foundation vergeben.

In seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund arbeitet Herr Krzyzanowski an der Synthese von neuartigen zyklischen Peptiden. Sie sollen als Modulatoren von Protein-Protein Interaktionen eingesetzt werden, da gängige Modulatoren aufgrund des großen Interaktionsbereichs zwischen Proteinen nicht geeignet sind. Clever konzipierte zyklische Peptide hingegen kombinieren die Vorteile von kleinen Molekülen und größeren Polypeptiden, sodass sie den Anforderungen an potente Modulatoren entsprechen können. Entwicklungen im Bereich der organischen Synthese und der Chemoinformatik ermöglichen zusätzlich eine Optimierung der Membrandurchlässigkeit und Biostabilität von zyklischen Peptiden, ohne ihre hohe Affinität und Spezifität zu beeinträchtigen. In der Abteilung Chemische Biologie, unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, plant Adrian Krzyzanowski die neuartigen zyklischen Peptide zur Einflussnahme der epigenetischen Regulation essentieller Zellprozesse einzusetzen. Epigenetische Regulation steuert die Transkription von Genen und spielt somit eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs und weiteren krankheitsauslösenden Prozessen.

Adrian Krzyzanowski, geboren 1994 in Inowroclaw, Polen, studierte Biochemie an der Aberystwyth University (United Kingdom). Nach dem Bachelorabschluss mit First Class Honours wechselte er an die Umeå University in Schweden, wo er seinen Master in Chemie als Jahrgangsbester abschloss. Während des gesamten Studiums wurde er mit vier Preisen ausgezeichnet, darunter ein Preis der Royal Society of Biology. Sein Studium in Biochemie und Chemie ist eine sehr gute Basis für die Doktorarbeit im Bereich der molekularen Physiologie.

Im Zuge einer Kooperation der Aventis Foundation mit dem Fonds der Chemischen Industrie wird das Hoechst Doktorandenstipendium seit 2010 in einem gemeinsamen Auswahlverfahren vergeben. Anträge, Begutachtung, Stipendienvergabe und Betreuung der Stipendiaten übernimmt der Fonds. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung. Eine Bewerbung um das Hoechst Doktorandenstipendium ist bei der Aventis Foundation nicht möglich.

 

Informationen sind erhältlich unter www.vci.de/fonds.

 

Foto Adrian Krzyzanowski © Jarzombek / MPI