Junge Deutsche Philharmonie

Nachwuchselite in der Berliner Philharmonie

Junge Deutsche Philharmonie

Unter dem Titel „Wahn und Wirklichkeit“ ging die Junge Deutsche Philharmonie im Frühjahr mit Werken französischer Komponisten auf Europatournee. Unter den Aufführungen in Deutschland, Italien, Slowenien und Polen bildete das Konzert in der Berliner Philharmonie, das auch im Rahmen der „Digital Concert Hall“ als Life-Stream im Internet übertragen wurde, einen der Höhepunkte. Die Aventis Foundation unterstützte die einwöchige Tournee und insbesondere dieses Konzert in Berlin mit seinem digitalen Vermittlungsangebot.

Mit einem Programm zwischen Wahn und Wirklichkeit – zwischen Übersinnlichem und allzu Menschlichem – präsentierte das Nachwuchsorchester Oliver Messiaens „Les Offrandes oubliées“, das der Komponist als eine Art Altar-Tryptichon konzipiert hatte. Ihm folgte das durch Charles Baudelaires „Les Fleurs du Mal“ inspirierte Cellokonzert „Tout un monde lointain“ von Henri Dutilleux, für das der britische Ausnahmecellist Steven Isserlis gewonnen wurde. In der zweiten Konzerthälfte erklang Hector Berlioz „Symphonie fantastique“, in der seine zunächst unerwiderte Liebe zu einer Schauspielerin nachgezeichnet wird. Damit schuf Berlioz eines der ersten Werke der Programmmusik und machte darüber hinaus diese Symphonie mit bis dahin unerhörten Instrumentations- und Spieltechniken zu einem zukunftsweisenden Werk.

Als Gast für dieses anspruchsvolle und dramaturgisch durchdachte Programm stand der 34-jährige David Afkham am Pult, der zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation zählt. Er leitete auch die intensive Probenphase in der Landesakademie Ochsenhausen und wurde dabei durch erfahrene Hochschuldozentinnen und –dozenten unterstützt. Ergänzt wurde diese Arbeitsphase durch einen Projekttag mit Workshops zu den Themen Education, Musikmanagement und Musikergesundheit, die den Musikern wichtige Impulse sowohl für ihr Studium als auch für den weiteren Berufsweg vermittelten.

Seit mehr als 40 Jahren ist die Junge Deutsche Philharmonie als Kulturbotschafterin in Deutschland und der Welt unterwegs. Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Nachwuchsförderung unterstützt die Aventis Foundation dieses Orchester, das herausragenden Studierenden der deutschsprachigen Musikhochschulen eine exzellente Musizierpraxis als Ergänzung zum Hochschulstudium bietet. Hier können sie ihre Kompetenzen weiterentwickeln und Neues wagen. Die jungen Talente planen ungewöhnliche Veranstaltungskonzepte, gestalten ihre Konzertprogramme selbst und gründen neue Formationen. So entstehen am Zeitgeist orientierte Musikerlebnisse von höchster Qualität.

Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Sie wurde 1996 als Hoechst Foundation gegründet und ist mit einem Stiftungskapital von 50 Mio. Euro ausgestattet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung in Aventis Foundation umbenannt. 


Foto: Junge Deutsche Philharmonie ©