Junge Deutsche Philharmonie

Frühjahrstournee Höhepunkt in der Digital Concert Hall

Junge Deutsche Philharmonie

Mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie, das auch im Rahmen der „Digital Concert Hall“ als Live-Stream im Internet übertragen wurde, ging die diesjährige Frühjahrstournee der Jungen Deutschen Philharmonie Mitte April zu Ende. Die Aventis Foundation unterstützte dieses Konzert in Berlin mit seinem digitalen Vermittlungsangebot ebenso wie die einwöchige Tournee mit weiteren Stationen in Deutschland, Frankreich und Italien. 

Unter dem Titel „Abgesang“ wurden drei großformatige Werke präsentiert, die sich mit dem Abschied und der gedankenvollen Rückschau auf Liebgewonnenes auseinandersetzten und zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts zählen. Maurice Ravel verband in seinem Werk „Valses nobles et sentimentales“ sieben Walzer und einen eigenständigen Epilog zu einer Tanzsuite, die auf das Goldene Zeitalter des Wiener Walzers zurückblickt. Einen beklemmenden Kontrast stellten die nachfolgenden „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler dar – entstanden wenige Jahre zuvor. Die fünf Gesänge basierten auf Texten von Friedrich Rückert, der den Tod zweier Kinder durch 428 Gedichte verarbeitet hatte. Den Abschluss bildete die „Sinfonie Nr. 15“ von Dimitri Schostakowitsch, der darin vier Jahre vor seinem Tod in einem Rückblick die Höhen und Tiefen seines reichen Künstlerlebens noch einmal musikalisch auskostet. 

Das Konzert in Berlin  hatte für die Junge Deutsche Philharmonie eine besondere Bedeutung. Es unterstrich die enge Verbindung zu den Berliner Philharmonikern, die das Orchester regelmäßig zu Gastspielen im Großen Saal einladen. Gleichzeitig konnte durch die Live-Übertragung in der Digital Concert Hall ein weltweites Publikum erreicht werden, um insbesondere eine jüngere Zielgruppe an klassische Musik heranzuführen. Dazu diente auch das Format eines Pausengespräches mit Michelle Breedt, der Solistin der „Kindertotenlieder“. Das Interview mit der südafrikanischen Mezzosopranistin und Hochschulprofessorin wurde von einem Orchestermusiker moderiert, vor dem Konzert aufgezeichnet und während der Pause online übertragen.

Seit mehr als 40 Jahren ist die Junge Deutsche Philharmonie als Kulturbotschafterin in Deutschland und der Welt unterwegs. Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Nachwuchsförderung unterstützt die Aventis Foundation dieses Orchester, das herausragenden Studierenden der deutschsprachigen Musikhochschulen eine exzellente Musizierpraxis als Ergänzung zum Hochschulstudium bietet. Hier können sie ihre Kompetenzen weiterentwickeln und Neues wagen. Die jungen Talente planen ungewöhnliche Veranstaltungskonzepte, gestalten ihre Konzertprogramme selbst und gründen neue Formationen. So entstehen am Zeitgeist orientierte Musikerlebnisse von höchster Qualität.

Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Sie wurde 1996 als Hoechst Foundation gegründet und ist mit einem Stiftungskapital von 50 Mio. Euro ausgestattet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung in Aventis Foundation umbenannt. 

Foto: Junge Deutsche Philharmonie © Janina Schmid