Alte Oper Frankfurt

One Day in Life

Alte Oper Frankfurt

Im Rahmen der von der Aventis Foundation geförderten Projektreihe „Neue Wege zum Konzert“ präsentierte die Alte Oper Frankfurt Ende Mai ein Konzertprojekt von Daniel Libeskind, das sich in Kooperation mit zahlreichen anderen Frankfurter  Kulturinstitutionen weit über den üblichen Rahmen des Konzertsaals hinaus ausdehnte und alle klassischen Konzertrituale hinter sich ließ.

„One Day in Life“ nannte der Denker der Architekturszene seinen musikalischen Tag, mit dem er das Publikum aufforderte, aktiv zu werden und die Stadt, die Musik und das eigene Leben neu zu entdecken. Innerhalb von 24 Stunden spannt Daniel Libeskind mit 75 Konzerten an 18 Stationen jeweils ein Dreieck aus Ort, Musik und einem Grundthema des menschlichen Daseins. So wurden ungewöhnliche Orte in ganz Frankfurt zum Schauplatz für Begegnungen mit Musik wie die Straßenbahn-Halle des VGF Betriebshof Gutleut und der Hochbunker der Erinnerungsstätte Synagoge Friedberger Anlage – oder auch Orte, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind wie die ehemalige Großküche des Römers oder das Feuerwehr und Rettungs Trainings Center.

Die Interpreten waren namhafte Künstler und Ensembles wie der Pianist Pierre-Laurent Aimard, die Geigerin Caroline Widmann und das hr-Sinfonieorchester, aber auch Studierende der Internationalen Ensemble Modern Akademie sowie der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ebenfalls von Daniel Libeskind ausgewählt wurde die Musik mit Werken von Claudio Monteverdi über Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert bis zu Komponisten unserer Zeit. Jedes Programm wurde am jeweiligen Ort im Abstand von je zwei Stunden mehrfach wiederholt. So ließ sich von Station zu Station der musikalische Tag durchwandern. Wie viele Orte und Konzerte man besuchte, entschied jeder selbst. Eine gut einstündige Pause gab genug Zeit, vom einen zum nächsten Ort zu gelangen.

Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 bietet die Alte Oper Frankfurt unter dem Titel „Neue Wege zum Konzert“ eine Projektreihe an, die unterschiedliche Kunstformen oder Genres miteinander verbindet, ungewöhnliche räumliche und klangliche Erlebnisse bietet oder zeitgenössische Werke und Uraufführungen ermöglicht. Mit diesem langfristigen Konzept will sich die Alte Oper weiter öffnen für innovative Formen und Formate und damit letztlich auch für ein neues und erweitertes Publikum. Die Aventis Foundation fördert diese neue Programmatik in einer dreijährigen Partnerschaft.

Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Sie wurde 1996 als Hoechst Foundation gegründet und ist mit einem Stiftungskapital von 50 Mio. Euro ausgestattet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung in Aventis Foundation umbenannt. 


Foto: One Day in Life, VGF Betriebshof Gutleut © Alte Oper Frankfurt, Norbert Miguletz