Hoechst Dozentenpreis

Neue Katalysatoren für eine umweltfreundlichere Produktion

Hoechst Dozentenpreis

Prof. Dr. Stefan Huber, Jahrgang 1977, wurde in diesem Jahr mit dem Hoechst Dozentenpreis ausgezeichnet, den die Aventis Foundation in Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie vergibt. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll die Forschungsarbeit besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler gefördert werden.

Stefan Huber ist seit 2014 Professor für Organische Chemie an der Universität Bochum und leitet seit 2009 seine eigene Nachwuchsgruppe an der TU München. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Halogenbrücken und ihrem möglichen Einsatz als Katalysator. Sie weisen viele Ähnlichkeiten mit Wasserstoffbrücken auf, beruhen aber auf einem positiv polarisierten Halogensubstituenten. Hauptziel seiner Arbeiten ist der Einsatz dieser Wechselwirkungen in der Organokatalyse und in supramolekularen Erkennungsprozessen in Lösung. Dadurch wird eine Alternative geschaffen, die teure und umweltschädliche Metalle durch organische ungiftige Katalysatoren ersetzen kann.   

Prof. Huber studierte von 1998 bis 2003 Chemie an der Universität Erlangen. Nach Abschluss der Promotion 2007 folgten Postdoktorandenaufenthalte an der University of Minnesota-Minneapolis und der Universität Genf. Er hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten. Im Mai 2015 wurde er mit einen Starting Grant des European Research Council ausgezeichnet.

Der fachliche Schwerpunkt des Hoechst Dozentenpreises liegt auf dem Gebiet der Chemie/Biochemie. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung. Nominierung und Vergabe erfolgen über den Fonds der Chemischen Industrie.

Eine Bewerbung um das Dozentenstipendium ist bei der Aventis Foundation nicht möglich. Informationen sind erhältlich beim Fonds der Chemischen Industrie. 

 

Foto: Stefan Huber © VCI / RUB, Kramer