Kultur Berlin

Internationale Choreographen in Berlin

Kultur Berlin

Deutschlands größtes zeitgenössisches Tanzfestival holte auch dieses Jahr wieder berühmte Kompanien, innovative Choreografien sowie neue Ästhetiken und Formate nach Berlin. Mit „Tanz im August“ förderte die Aventis Foundation zum zweiten Mal eines der wichtigsten Tanzfestivals in Europa, das die Kulturlandschaft in Berlin nachhaltig bereichert.

An 8 Veranstaltungsorten in ganz Berlin waren insgesamt 18 Produktionen mit rund 60 Vorstellungen zu sehen, die neben großen Kompanien und etablierten Choreographen auch viele Newcomer aus über 20 Ländern präsentierten. Zum zweiten Mal unter der künstlerischen Leitung der Finnin Virve Sutinen, lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf Produktionen aus Asien und dem interdisziplinären Austausch mit der bildenden Kunst. Dabei setzte das Festival verstärkt auf Uraufführungen und Koproduktionen sowie die Realisation neuer Projekte Berliner Künstler. Als führende Spielstätte für zeitgenössischen Tanz ermöglichte „Hebbel am Ufer“ wieder ein vielfältiges Festival-Programm, das große Gastspiele und kleinere Produktionen junger Choreografen gleichermaßen berücksichtigte.

Die Kuratorin Virve Sutinen sieht Tanz als eine Kunstform, die eine Weiterentwicklung frei von jeglicher Festlegung und Konvention zulässt, die komplizierte Wirklichkeiten entwirren kann und so dem Unbekannten eine Form und Stimme gibt. Sie stellte ein Festival-Programm zusammen, das es ermöglichte, die Welt mit den Augen eines anderen zu betrachten und etwas zu fühlen, zu sehen und zu erfahren, wofür bisher noch die Begriffe fehlen.

Das Publikum konnte an einer Reihe von Begegnungs- und Gesprächsformaten teilnehmen und in Workshops choreografische Ansätze, Bewegungsformen und tänzerische Ästhetiken selber erproben.  Zum Abschluss des Festivals bot ein Symposium Gelegenheit für eine Debatte über künstlerischen Tanz, Kunstproduktion und Kulturpolitik in Berlin.

Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Sie wurde 1996 als Hoechst Foundation gegründet und ist mit einem Stiftungskapital von 50 Mio. Euro ausgestattet. Im Jahr 2000 wurde die Stiftung in Aventis Foundation umbenannt.

Foto: Tanz im August, Host von Eisa Jocson © Andreas Endemann