Hoechst Doktorandenstipendium

Auf der Suche nach antibakteriellen Naturstoffen

Hoechst Doktorandenstipendium

Martin Klapper wird für seinen herausragenden Studienabschluss im Fach Chemische Biologie mit dem Hoechst Doktorandenstipendium ausgezeichnet. Dieses Stipendium ist mit 44.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich über die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) in Kooperation mit der Aventis Foundation vergeben.

In seiner Doktorarbeit möchte Martin Klapper neue Naturstoffe identifizieren und deren Rolle in der Interaktion zwischen zellulären Lebewesen mit und ohne Zellkern beleuchten. Als Modellorganismus dienen soziale Amöben, die als Einzeller im Boden leben und sich bei Nahrungsmangel von Bodenbakterien ernähren. Für ihre Verteidigung nutzen einige Bakterien amöbizidale und cytotoxische Verbindungen. Um gegen toxische Bakterien gewappnet zu sein, produzieren die untersuchten Amöben möglicherweise antibakterielle Polyketide. Naturstoffe, die im ökologischen Kontext dieser Räuber-Beute-Beziehung vorkommen, könnten interessant für zukünftige Wirkstoffe wie Antibiotika oder Mittel gegen Krebs sein. Betreuer der Doktorarbeit ist Dr. Pierre Stallforth am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena.

Martin Klapper, Jahrgang 1991, wurde in Jena geboren. Er studierte Chemie an der Universität Jena und konnte den Bachelor of Science und das darauf folgende Masterstudium im Fach Chemische Biologie jeweils als Jahrgangsbester abschließen. Während dieser Zeit hat er außerdem ein Auslandssemester an der Simon Fraser University Burnaby in Kanada absolviert. Er wurde bereits durch das Deutschlandstipendium und ein DAAD-Promos Semesterstipendium ausgezeichnet.

Im Zuge einer Kooperation der Aventis Foundation mit dem Fonds der Chemischen Industrie wird das Hoechst Doktorandenstipendium seit 2010 in einem gemeinsamen Auswahlverfahren vergeben. Anträge, Begutachtung, Stipendienvergabe und Betreuung der Stipendiaten übernimmt der Fonds. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung. Eine Bewerbung um das Hoechst Doktorandenstipendium ist bei der Aventis Foundation nicht möglich.

Informationen sind erhältlich unter www.vci.de/fonds.