Hoechst Dozentenpreis

Boten-RNA in Zellen sichtbar machen

Hoechst Dozentenpreis

Prof. Dr. Andrea Rentmeister, Jahrgang 1977, wurde in diesem Jahr mit dem Hoechst Dozentenpreis ausgezeichnet, den die Aventis Foundation in Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie vergibt. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll die Forschungsarbeit besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler gefördert werden.

Frau Rentmeister ist seit 2013 Professorin für Biochemie an der Universität Münster und leitet seit 2012 eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung neuer Methoden zur selektiven Markierung von Biomolekülen – insbesondere der Boten-RNA in lebenden Zellen. Mit Hilfe von Protein-Engineering schafft sie künstliche Veränderungen auf molekularer Ebene, die es ermöglichen, diese schwer erkennbaren Moleküle in der Zelle zu markieren, um sie so genauer zu untersuchen oder beispielsweise im Mikroskop verfolgen zu können. Diese Methode kann helfen, Prozesse wie das Lernen und die Regeneration von Nervenzellen auf molekularer Ebene zu verstehen.

Sie studierte von 1995 bis 1998 Technische Chemie an der Technischen Universität Graz und Chemie an der Universität Bonn. Mit der Diplomarbeit bei Christian Wandrey im Forschungszentrum Jülich wurde 2002 das Diplom abgeschlossen. Zur Promotion wechselte sie in den Arbeitskreis von Michael Famulok, Universität Bonn. Die Dissertation beendete sie im Februar 2007. Darauf folgte eine zweieinhalbjährige Postdoktorandenzeit am California Institute of Technology, Pasadena, USA in der Gruppe von Frances Arnold. Im April 2010 wurde sie auf eine Juniorprofessur für Biochemie an die Universität Hamburg berufen und folgte 2013 dem Ruf an die Universität Münster.

Der fachliche Schwerpunkt des Hoechst Dozentenpreises liegt auf dem Gebiet der Chemie/Biochemie. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung. Nominierung und Vergabe erfolgen über den Fonds der Chemischen Industrie.

Eine Bewerbung um das Dozentenstipendium ist bei der Aventis Foundation nicht möglich. Informationen sind erhältlich beim Fonds der Chemischen Industrie.

Foto Andrea Rentmeister © VCI / Michael Kuhlmann