Hoechst Dozentenpreis

Neue Stoffklassen in der Materialforschung

Hoechst Dozentenpreis


Privatdozent Dr. Florian Kraus, Jahrgang 1977, Technische Universität München, wurde mit dem Hoechst Dozentenpreis ausgezeichnet, den die Aventis Foundation in Kooperation mit dem Fond der Chemischen Industrie vergibt. Mit dieser Auszeichnung werden habilitierte Naturwissenschaftler auf ihrem Weg zu einem Universitäts-Lehrstuhl gefördert.

Der Forschungsschwerpunkt von Florian Kraus liegt im Bereich der Fluor-Chemie und der Fluorid-Ionen-Akzeptoren in flüssigem Ammoniak. Seine Arbeit führte zu neuen Wegen bei der Synthese von Übergangsmetallfluoriden und Nitriden, die bahnbrechend für die anorganische Materialforschung waren. So erlaubt der systematische Ersatz von Sauerstoff durch Fluor oder Stickstoff  die Abbildung von Metalloxiden in neue Stoffklassen mit Einsatzmöglichkeiten als Hartmaterial, Hochtemperatur-Supraleiter, Containermaterialien für die Nukleartechnik und vieles mehr.

Florian Kraus studierte von 1998 bis 2003 Chemie an der Universität Regensburg und promovierte anschließend an den Universitäten Hamburg und Regensburg. Im Januar 2006 wechselte er an die Technische Universität München, baute dort die Nachwuchsgruppe Fluorchemie auf und habilitierte sich im Mai 2011.

Seine Arbeit wurde unter anderem durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes, ein Chemiefonds-Stipendium und ein Liebig-Stipendium des Fonds ausgezeichnet. 2009 erhielt er den Preis für gute Lehre des Freistaates Bayern, 2012 den Wöhler-Nachwuchspreis der Wöhlervereinigung für Anorganische Chemie und den Hans-Fischer-Preis der TU München. Seit April des letzten Jahres ist er Heisen­berg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Der fachliche Schwerpunkt des Hoechst Dozentenpreises liegt auf dem Gebiet der Chemie/Biochemie. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung. Nominierung und Vergabe erfolgen über den Fonds der Chemischen Industrie.

Eine Bewerbung um den Dozentenpreis ist bei der Aventis Foundation nicht möglich. Informationen sind erhältlich beim Fonds der Chemischen Industrie