Hoechst Dozentenpreis

Winzige Bauteile aus DNA formen

Hoechst Dozentenpreis



In 2012 wird Prof. Dr. Hendrik Dietz, Jahrgang 1977, mit dem Hoechst Dozentenstipendium ausgezeichnet, das die Aventis Foundation in Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie vergibt. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll seine Arbeit zur Erforschung, Entwicklung und Produktion von biomolekularen Nanostrukturen gefördert werden.

Als Professor für Experimentelle Biophysik und Leiter des Labors für Biomolekulare Nanotechnologie an der Technischen Universität München beschäftigt sich Hendrik Dietz mit dem Bau von kleinen, dreidimensionalen Werkzeugen aus proteinbildenden Aminosäuren, die ihrerseits Stoffe herstellen können. Dazu entwickelte er Methoden, um DNA-Stränge an bestimmten Stellen durch Klammermoleküle miteinander zu verbinden. Sein Ziel ist es Eiweiße zu bauen, die bestimmte Aufgaben in Zellen übernehmen oder Reaktionen in den Zellen anstoßen und steuern können.

Hendrik Dietz studierte von 1998 bis 2000 Physik an der Universität Paderborn. Nach Vor­diplom und einem Studienjahr in Zaragoza, Spanien, wechselte er zum Hauptstudium an die LMU München. Die Diplomarbeit bei Matthias Rief am Lehrstuhl von Hermann Gaub beendete er im März 2004 und ging anschließend mit Matthias Rief an die TU München zur Promotion. Diese wurde 2007 abgeschlossen. Sein zweijähriges Postdoktorat absolvierte er an der Harvard Medical School, Boston, MA, USA in der Arbeitsgruppe von William Shih. Im Jahr 2009 wurde er als damals jüngster Professor im Bereich Physik an die Technische Universität München berufen.

Seine wissenschaftliche Arbeit ist durch zahlreiche Stipendien, Studienpreise und Awards ausgezeichnet und gefördert worden. Im Jahr 2012 gründete er als Spin-Off die „tilibit nanosystems GmbH“.